Unterwegs: Zwei neue Parks für Wassertrüdingen – Vorbereitungen für die Bayerischen Gartenschau

Die Bayerische Gartenschau findet dieses Jahr in Wassertrüdingen in Mittelfranken statt. Auf Einladung der Veranstalter habe ich mir schon einmal angesehen, wie die Vorbereitungen laufen und was Besucher vom 24. Mai bis 8. September dort erwartet. Wassertrüdingen ist eine Stadt mit gut 6.000 Einwohnern im Landkreis Ansbach. Die Lage am Fuß des Hesselberges, zwischen dem Fränkischen Seenland, dem Romantischen Franken und der Ferienregion Donau-Ries macht den Ort zu einem beliebten Ausgangspunkt für Wander- und Radtouren.

Mit der Landesgartenschau wird der Ort jetzt um gleich zwei Grünanlagen reicher: Im Nordwesten der Stadt wird eine ehemalige Bauschutt-Deponie zum neuen Klingenweiherpark umgestaltet. Ein goldener Weihersteig durchquert das Gelände, das mit seinem Weiher, dem Aussichtsturm und dem Kinderspielplatz von den umliegenden Bewohnern auch langfristig genutzt werden soll. Und im Süden der Stadt wird der Wörnitzpark zum neuen Erholungsraum. Dazu verlegte man den Lauf der Wörnitz zurück in ihr altes Flussbett und bindet den Hochwasserschutz-Deich so in die Landschaft ein, dass er Teil des Naherholungsgebietes wird. Die Geschäftsführer der Gartenschau, Peter Schubert und Robert Sitzmann sowie Wassertrüdingens Bürgermeister Stefan Ultsch haben mir das Konzept für die beiden Parkanlagen erläutert und sind dabei besonders auf ihren Einsatz für Natur- und Artenschutz eingegangen. So wurden zum Beispiel bei der Gestaltung des Wörnitzparks 25.000 Flussmuscheln geborgen und umgesiedelt und eine neue Fischtreppe angelegt. Der neue Klingenweiherpark grenzt an ein Biotop, dessen Erhalt durch die Maßnahmen gesichert werden soll. Sandra Kleemann stellte uns dann das vielfältige Veranstaltungsprogramm der Gartenschau vor.

Dass Landesgartenschauen bleibende Eindrücke hinterlassen, sieht man in vielen ehemaligen Gartenschau-Städten. Auch Wassertrüdingen hofft darauf, dass die Parkanlagen nicht nur in den 108 Tagen Landesgartenschau Besucher anziehen, sondern auch künftig zu mehr Tourismus und einer besseren Lebensqualität der Bevölkerung beitragen. Für die Zeit der Landesgartenschau wird sogar vorübergehend die alte Bahnverbindung von Nürnberg an Wochenendtagen reaktiviert. Für eine nachhaltigere Mobilität wäre es doch gut, wenn sich auch das erhalten ließe.


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