Unterwegs: Lose verteilen für den guten Zweck – Der Erlanger Glückshafen auf der Bergkirchweih

Die berühmte „fünfte Jahreszeit“ in Erlangen ist angebrochen, die Sonne strahlt, das Riesenrad und die wummernde Musik locken schon von Weitem und Groß und Klein zieht es zur Erlanger Bergkirchweih. Als der Erlanger Glückshafen angefragt hat, ob ich mithelfen will Lose für einen guten Zweck zu verkaufen, habe ich mich natürlich nicht lange bitten lassen.

„Unterwegs: Lose verteilen für den guten Zweck – Der Erlanger Glückshafen auf der Bergkirchweih“ weiterlesen

Unterwegs: Hier stehen fairer Handel und umweltbewusst Leben auf dem Stundenplan

Fair Trade for Future … So könnte das Motto der Kooperation zwischen dem Dritte Welt Laden Erlangen und der Städtischen Wirtschaftsschule im Röthelheimpark eigentlich auch lauten. Bei meinem Besuch am Tag der Offenen Tür habe ich mir die Zusammenarbeit zwischen Schule und Laden einmal etwas näher angesehen.

Schon am Eingang begrüßt mich der schuleigene Fair Trade Verkaufsstand. Hier betreuen Schüler*innen in Zusammenarbeit mit Julie Mildenberger vom Dritte Welt Laden eigenständig den Verkauf von fair gehandelten Produkten. In Zukunft soll der Stand auch regulär im Pausenverkauf genutzt werden, im Moment ist er noch Veranstaltungen mit Gästen wie Schulfesten oder Elternabenden vorbehalten.

Nervennahrung, Blöcke und Hefte für den Schulalltag – für das Wohl der Kundschaft ist gesorgt. Schulleiter Gerald Wölfel (li.) ist sichtlich stolz auf den schuleigenen Fair Trade Stand.
„Unterwegs: Hier stehen fairer Handel und umweltbewusst Leben auf dem Stundenplan“ weiterlesen

Unterwegs: Die widerstandsfähige Flatterulme – Ein Rettungsfloß für die Artenvielfalt

Zur Eröffnung meines Regionalbüros in Erlangen schenkte mir der Grüne Kreisverband Erlangen-Land, vertreten durch Manfred Bachmayer, eine junge Flatterulme, den „Baum des Jahres“ 2019. Bisher war die kleine Ulme zur „Zwischenmiete“ im Büro untergebracht und wurde regelmäßig an die frische Luft gestellt und gewässert. Jetzt ging es endlich ins Grüne. Gemeinsam mit Stadtgrün Erlangen durfte ich die Flatterulme pflanzen.

„Unterwegs: Die widerstandsfähige Flatterulme – Ein Rettungsfloß für die Artenvielfalt“ weiterlesen

Im Landtag: Die erste Rede im Plenum, meine erste Besuchergruppe aus Mittelfranken – und warum Wetter nicht gleich Klima ist

Schön in München mal Besuch von zu Hause aus Mittelfranken zu bekommen. Diese Woche hat sich „meine“ erste Besuchsgruppe aus Erlangen mit dem Zug auf den Weg in die Landeshauptstadt gemacht, um sich den Bayerischen Landtag mal von innen anzusehen. Passenderweise fiel der Besuch genau mit meiner ersten Rede im Plenum zusammen. 

Die fand allerdings schon vormittags statt, sodass meine Gäste leider nicht ganz live dabei sein konnten. Dafür wurde mir später berichtet, dass meine Rede gespannt per Smartphone abgerufen und sozusagen im „Mini-Plenum“  beim Mittagessen diskutiert wurde. Über so konstruktive und positive Rückmeldungen freue ich mich natürlich.

„Im Landtag: Die erste Rede im Plenum, meine erste Besuchergruppe aus Mittelfranken – und warum Wetter nicht gleich Klima ist“ weiterlesen

Unterwegs: Ein neuer Trend für eine saubere Umwelt – Plogging-Tour mit #Fridays for Future

Kurz vor Ostern war ich in Erlangen unterwegs, habe gesucht und gesammelt. Keine Ostereier, sondern Müll! Die jugendlichen Aktivist*innen von #Fridays for Future hatten mich eingeladen, sie beim Plogging zu begleiten.

Marco Del Popolo und Johannes Schroll begrüßen und erklären uns die Regeln.

Plogging ist ein Trend, der aus Schweden über die Sozialen Medien in die ganze Weltgetragen wurde. Der Begriff setzt sich zusammen aus „plocka“ (schwedisch für sammeln, suchen, aufheben) und „Jogging“. Das sagt eigentlich alles: Beim Plogging geht man joggen oder spazieren und sammelt dabei Müll auf. Das heißt, man bewegt sich nicht nur an der frischen Luft, man hinterlässt auch seine Umwelt ein wenig sauberer, als man sie vorgefunden hat. Und das ist wichtig: Wir Deutsche sind Europameister in der Produktion von Müll durch Einwegverpackungen. 220,5 Kilo Verpackungsmüll haben wir 2016 laut Umweltbundesamt produziert. Pro Kopf! Immer wieder landet solcher Müll auch in der Natur, wo er definitiv nicht hingehört.

„Unterwegs: Ein neuer Trend für eine saubere Umwelt – Plogging-Tour mit #Fridays for Future“ weiterlesen

Pressemitteilung: Grünes Antragspaket gegen Leerstand in den Kommunen

Christian Zwanziger: „Wir müssen an Strukturen ran, die Fehlentwicklungen erst möglich machen – und nicht Geld mit der Gießkanne verteilen“

München (5.4.19/lmo). Die Landtags-Grünen unterstützen die Forderungen des Gemeindetags, die dem Leerstand in den nordbayerischen Kommunen entgegenwirken sollen. „Förderprogramme sind schön und gut, greifen aber deutlich zu kurz. Geld mit der Gießkanne zu verteilen, nur weil der Rechtsrahmen schief hängt, ist keine Lösung“, erklärt der Sprecher für Landesentwicklung, Christian Zwanziger, und verweist auf ein grünes Antragspaket, das „den Kommunen das richtige Handwerkszeug mitgibt, damit sie sich eigenverantwortlich und wirksam gegen Leerstände im Ortskern wehren können. Wir müssen an die Strukturen ran, die Fehlentwicklungen erst möglich machen.“

Dazu gehört eine Stärkung des gemeindlichen Vorkaufsrechts genauso wie die Einforderung von Baupflichten. Zudem müssen mit einer Grundsteuer C steuerliche Anreize gegen Flächenspekulationen und Bauruinen gesetzt und das Ausfransen der Ortsränder gestoppt werden. „Schließlich geht es auch darum, den Flächenfraß wirksam einzudämmen“, so Christian Zwanziger: „Die Söder-Regierung gibt jetzt Geld aus, um eine Entwicklung einzubremsen, die die CSU mit der Einführung des §13b BauGB im Bund selbst geschaffen hat. Das ist absurd.“

Das grüne Antragspaket (Betonflut eindämmen I-IV: Mehr Handlungsspielraum für die Kommunen bei der Innenentwicklung, Flächenfraß durch steuerliche Anreize reduzieren, Ausfransen von Ortsrändern verhindern, Flächenstatistik reformieren) finden Sie hier.

Unterwegs: Zwei neue Parks für Wassertrüdingen – Vorbereitungen für die Bayerischen Gartenschau

Die Bayerische Gartenschau findet dieses Jahr in Wassertrüdingen in Mittelfranken statt. Auf Einladung der Veranstalter habe ich mir schon einmal angesehen, wie die Vorbereitungen laufen und was Besucher vom 24. Mai bis 8. September dort erwartet. Wassertrüdingen ist eine Stadt mit gut 6.000 Einwohnern im Landkreis Ansbach. Die Lage am Fuß des Hesselberges, zwischen dem Fränkischen Seenland, dem Romantischen Franken und der Ferienregion Donau-Ries macht den Ort zu einem beliebten Ausgangspunkt für Wander- und Radtouren.

Mit der Landesgartenschau wird der Ort jetzt um gleich zwei Grünanlagen reicher: Im Nordwesten der Stadt wird eine ehemalige Bauschutt-Deponie zum neuen Klingenweiherpark umgestaltet. Ein goldener Weihersteig durchquert das Gelände, das mit seinem Weiher, dem Aussichtsturm und dem Kinderspielplatz von den umliegenden Bewohnern auch langfristig genutzt werden soll. Und im Süden der Stadt wird der Wörnitzpark zum neuen Erholungsraum. Dazu verlegte man den Lauf der Wörnitz zurück in ihr altes Flussbett und bindet den Hochwasserschutz-Deich so in die Landschaft ein, dass er Teil des Naherholungsgebietes wird. Die Geschäftsführer der Gartenschau, Peter Schubert und Robert Sitzmann sowie Wassertrüdingens Bürgermeister Stefan Ultsch haben mir das Konzept für die beiden Parkanlagen erläutert und sind dabei besonders auf ihren Einsatz für Natur- und Artenschutz eingegangen. So wurden zum Beispiel bei der Gestaltung des Wörnitzparks 25.000 Flussmuscheln geborgen und umgesiedelt und eine neue Fischtreppe angelegt. Der neue Klingenweiherpark grenzt an ein Biotop, dessen Erhalt durch die Maßnahmen gesichert werden soll. Sandra Kleemann stellte uns dann das vielfältige Veranstaltungsprogramm der Gartenschau vor.

Dass Landesgartenschauen bleibende Eindrücke hinterlassen, sieht man in vielen ehemaligen Gartenschau-Städten. Auch Wassertrüdingen hofft darauf, dass die Parkanlagen nicht nur in den 108 Tagen Landesgartenschau Besucher anziehen, sondern auch künftig zu mehr Tourismus und einer besseren Lebensqualität der Bevölkerung beitragen. Für die Zeit der Landesgartenschau wird sogar vorübergehend die alte Bahnverbindung von Nürnberg an Wochenendtagen reaktiviert. Für eine nachhaltigere Mobilität wäre es doch gut, wenn sich auch das erhalten ließe.


Pressemitteilung: Hinhaltetaktik statt Offensive

Ludwig Hartmann und Christian Zwanziger kritisieren Auftaktveranstaltung zu „Flächensparoffensive“ der Söder-Regierung

München (18.3.2019/hl). „Wer eine Offensive ankündigt, dann aber auf Hinhaltetaktik setzt, kann nicht zum Erfolg kommen“, kritisiert Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann die Auftaktveranstaltung zur so genannten Flächensparoffensive der schwarz-orangen Landesregierung. „Ich habe den Eindruck, hier soll ein großes Problem vor möglichst vielen Akteuren klein geredet werden“, so Hartmanns Fraktionskollege Christian Zwanziger. Der Fraktionssprecher für Landesplanung attestiert sowohl FW-Wirtschaftsminister Aiwanger als auch den anwesenden Wirtschaftsverbänden „mangelndes Problembewusstsein“.

Ludwig Hartmann spricht von „teilweise erschütternden Stellungnahmen der Wirtschaftslobby. Da gab es zu Zeiten des Volksbegehrens ‚Betonflut eindämmen‘ schon weit mehr Einsicht. Offensichtlich wird der Stopp durch den Verfassungsgerichtshof als Freibrief für weitere hemmungslose Natur- und Landschaftszerstörung interpretiert.“ Auch Christian Zwanziger befürchtet, es drohe eine „Flächenfraßallianz zwischen Wirtschaftslobby und schwarz-oranger Landesregierung. Trotz großspuriger Ankündigungen stehen die Signale ganz offensichtlich weiter nicht auf Flächensparen.“

Für Ludwig Hartmann ist klar: „Solange die Söder-Regierung beim Flächen- und Umweltschutz nur auf reden statt machen setzt, kommen wir in der Praxis keinen Millimeter weiter. Das heißt dann im Umkehrschluss, dass wir immer mehr Fälle für die Volksgesetzgebung haben werden. Denn die Bürgerinnen und Bürger haben diese Hinhaltetaktik schon lange satt.“

Pressemitteilung: „Tourismus der Zukunft kommt ohne Schneekanonen aus“

Christian Zwanziger fordert sinnvollen Einsatz der Fördermittel mit Fokus auf Erneuerung der Seilbahnen statt Neubau und Ausschluss von Beschneiungsanlagen

München (4.3.19/lmo). „Der Tourismus der Zukunft ist nachhaltig und naturverträglich – mit modernen Seilbahnen und ohne Schneekanonen“, erklärt der tourismuspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Christian Zwanziger, zur Konferenz der UN-Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) in Berchtesgaden. „Dafür braucht es intelligente und nachhaltige Konzepte für den Alpenraum und einen sinnvollen Einsatz der Fördermittel.“

Seit 2009 wurden aus verschiedenen Förderprogrammen fast acht Millionen Euro in den Ausbau von Beschneiungsanlagen in den bayerischen Alpen und Mittelgebirgen investiert, davon viele in Skigebieten, in denen die Bergstation nicht mal bei 1.200 Metern liegt. „Inzwischen werden fast 1000 Hektar Skipisten in Bayern beschneit. Mittel, die für die unwirtschaftliche Beschneiung ausgegeben werden, fehlen bei der Förderung alternativer Konzepte“, so Christian Zwanziger. „Zudem haben wir veraltete Seilbahnen, Seilbahnen, mit denen ohne Schnee niemand auf den Berg kommt oder Kinder oder Menschen mit Behinderung nicht vernünftig befördert werden können. Hier braucht es eine Neuausrichtung der Seilbahnförderung – mit Fokus auf Erneuerung statt Neubau und dem Ausschluss von Beschneiungsanlagen.“