03.08.26 –
Heute wird nach sechs Jahren Bauzeit der Ausbau der A3 zwischen dem Autobahnkreuz Biebelried und dem Autobahnkreuz Fürth/Erlangen freigegeben. Bereits von 2017 bis 2021 wurde das Autobahnkreuz Fürth/Erlangen umgebaut. Grüne Mandatsträger*innen aus Erlangen und Erlangen-Höchstadt mahnen angesichts der milliardenschweren Investitionen in den Ausbau der Straßeninfrastruktur ein Umdenken in der Verkehrspolitik an.
Christian Zwanziger, grüner Landtagsabgeordneter für Erlangen und Erlangen-Höchstadt betont: „1,5 Milliarden Euro für 76 Kilometer sechsstreifigen Ausbau und 227 Millionen Euro für ein einziges Autobahnkreuz sind ein Beispiel dafür, wie sehr die Verkehrspolitik an den Herausforderungen der Zukunft vorbeigeht. Der Unterhalt der Infrastruktur und Lärmschutz für Anwohner*innen sind zweifellos richtig. Der massive, einseitige Ausbau dagegen verschlingt Milliarden, während gleichzeitig kommunal, im Land und im Bund selbst bei relativ kleinen Beträgen der Rotstift angesetzt wird. Klimaschutz, Hitzeschutz in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Schulen, Klimaanpassungen, beispielsweise an Hitze und Starkregen, fallen hinten runter. Es wird Zeit, die Prioritäten neu zu setzen.“
„Der Ausbau ist Zeichen einer Verkehrspolitik von vorgestern - während der Bahn, dem ÖPNV sowie dem Fuß- und Radverkehr Milliarden Investitionen fehlen, geht der Autobahnausbau ungezügelt weiter. Es braucht ein Autobahnausbaumoratorium für die A73.“ so Paulus Guter, Sprecher für Mobilität der Stadtratsfraktion GRÜNE/GL.
"Für den Landkreis bringt die ausgebaute A3 einen deutlichen Zuwachs an Zubringerverkehr in der Fläche. Dem optimierten Lärmschutz an der A3, steht eine höhere Belastung in den Ortsdurchfahrten an Kreis- und Staatsstraßen gegenüber. Nachhaltige Verkehrslösungen sehen anders aus." Meint Manfred Bachmayer, Kreisrat und Mitglied des Arbeitskreises Nahverkehr im Landkreis ERH
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