
10.07.26 –
Erlangen, 09.07.2026 – Die extrem hohen Temperaturen im Juni haben auch die Wassertemperaturen in Bayerns Seen ansteigen lassen. Damit wächst bereits früh im Sommer die Gefahr von Blaualgenblüten. An mehreren Badeseen in Bayern mussten dieses Jahr bereits Warnungen ausgesprochen oder Badeverbote verhängt werden. Ausgerechnet dann, wenn viele Menschen dringend Abkühlung suchen, kann der Sprung ins Wasser zum Gesundheitsrisiko werden. Blaualgen können unter anderem Hautreizungen, Übelkeit und Erbrechen verursachen – insbesondere bei Kindern, die beim Spielen Wasser verschlucken.
„Gerade an heißen Sommertagen sind unsere Seen wichtige Orte der Erholung und Abkühlung. Wenn Badeverbote infolge von Blaualgen zur Normalität werden, ist das nicht nur ein Gesundheitsproblem. Es schmälert auch die Lebensqualität der Menschen und trifft Regionen, die von Freizeitwirtschaft und Tourismus leben, hart“, erklärt Christian Zwanziger, tourismuspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion im Bayerischen Landtag.
Ein Blick ins fränkische Seenland zeigt dies beispielhaft: an 128 Tagen gab es dort im vergangenen Jahr Badewarnungen oder –verbote wie eine Anfrage des Abgeordneten zeigt. An keinem einzigen Tag während der bayerischen Sommerferien war sorgloses Baden im Altmühlsee möglich. An der Badehalbinsel am kleinen Brombachsee, wo unter anderem eine Wakeboard-Anlage betrieben wird, gab es an nur sechs Tagen in den bayerischen Sommerferien keine Badewarnung (oder Verbot). Bayernweit wurden vergangenes Jahr an 27 Seen Badewarnungen und/oder -verbote aufgrund von Blaualgen ausgesprochen.
Mit einem Dringlichkeitsantrag im Bayerischen Landtag fordern die Grünen deshalb ein konsequentes Vorgehen gegen Blaualgen. Neben einer besseren Unterstützung der Kommunen bei kurzfristigen Schutzmaßnahmen müssen vor allem die Ursachen des Problems endlich entschlossen angehen werden. Der Antrag wurde heute, am 09. Juli, im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz beraten und von den Regierungsfraktionen abgelehnt.
„Steigende Wassertemperaturen treffen vielerorts auf einen zu hohen Nährstoffeintrag in unsere Gewässer. Wir müssen Handeln, wenn wir unsere Seen dauerhaft als attraktive und sichere Badegewässer erhalten wollen – auch zur Hochsaison“ betont Zwanziger.
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